Hauseigenes Wagyu-Rind


Das ursprüngliche Arbeitsrind

Im Vergleich zu anderen Ländern hat die Rinderzucht in Japan eine verhältnismäßig kurze Tradition. Erst im 2. Jahrhundert n.Chr. wurden Rinder vom asiatischen Festland über Korea nach Japan eingeführt. Die Tiere dienten vorrangig als Transportmittel und zur Unterstützung auf den Reis-Plantagen. Aufgrund der vorherrschenden buddhistischen Religion war der Fleischverzehr über lange Zeit in Japan verboten. Erst seit Beginn der Meiji-Periode, vor ungefähr 130 Jahren, wird dort auch Rindfleisch gegessen. Jedoch kann von einem verbreiteten Fleischkonsum erst in den letzten 30 Jahren gesprochen werden.

Übrigens: Wagyu ist japanisch und setzt sich zusammen aus „Wa“ für „Japan“ und „Gyu“, was „Rind“ bedeutet.


Verbreitung mit Hindernissen

1976 importierte erstmals die USA 4 Wagyu-Bullen aus Japan. Da eine Marktliberalisierung damals noch in weiter Ferne lag, mussten sogar die Regierungen der Ausfuhr zustimmen. Anfang der Neunziger kam es zu weiteren Exporten in die USA. 1998 importierte auch die australische Westholme-Ranch drei Bullen und 84 weibliche Tiere. Auf dieser Genetik basiert größtenteils die Virngrund-Wagyu-Herde von Thomas Spang und somit auch unser Wagyu-Rind.


Das ausgewanderte „Kōbe-Beef“

Oft wird Wagyu-Fleisch auch irrtümlicher Weise als Kōbe-Beef bezeichnet. Der Begriff „Kōbe-Beef “ ist jedoch gesetzlich geschützt und ausschließlich den Wagyu-Rindern vorbehalten, welche in der japanischen Region Kōbe geboren, aufgezogen und geschlachtet wurden. Aus diesem Grund wird bei Wagyu-Fleisch vermehrt der Begriff „Kōbe-Style“ eingesetzt, der die Assoziation zu „Kōbe-Beef “ aufrecht erhalten soll.


Schwergewicht - geschmackvoll, zart und saftig

Das Besondere an Wagyu-Fleisch ist die Fleischmarmorierung. Anders als bei anderen Rindern ist das Fett im Fleisch der Wagyu-Rinder nicht punktuell, sondern gleichmäßig verteilt. Unter allen Rinderrassen haben Wagyus die höchste Fett-Marmorierung des Muskelfleisches. Dies ist genetisch veranlagt und wird durch die Fütterungsmethodik und Massagen zusätzlich begünstigt. All diese Besonderheiten machen es zum teuersten
Fleisch der Welt. Durch die Jahrhunderte andauernde Isolation blieb das Erbgut der Wagyu-Rasse nahezu unverändert. In Europa und Amerika hingegen wurde über Jahrzehnte hinweg den Tieren das Fett und damit auch die Geschmacksstoffe züchterisch ausgetrieben.


WAGYU - das Gesunde Gaumenerlebnis

Bei Wagyu-Fleisch überwiegen die ungesättigten Fettsäuren. Diese „gesunden Fette“ stehen in einem 2:1 Verhältnis zu den gesättigten Fettsäuren. Unter allen Rinderrassen ist diese Eigenschaft einzigartig. Durch den großen Anteil an langkettigen Omega-3-Fettsäuren trägt Wagyu-Fleisch zu einer cholesterinarmen Ernährung bei. Probieren Sie selbst!